Kirche

Klosterkirche Wennigsen

Klosterkirche Wennigsen,
von der Degerser Sraße aus

© Barbara Bönecke-Siemers

Zur Geschichte der Klosterkirche

Die Wennigser Klosterkirche war ursprünglich als romanische Pfarrkirche gebaut und ist nachträglich zur Stiftskirche erweitert worden. Durch verschiedene Bauphasen hat die Kirche im Laufe der Jahrhunderte immer wieder ihr Gesicht verändert. Der älteste, vorklösterliche Baubestand befindet sich im unteren Teil des Turmes. Mit der Gründung des Klosters Anfang des 13. Jahrhunderts wurde die Kirche zum ersten Mal erweitert. Zunehmender Wohlstand des Klosters durch Schenkungen, Stiftungen und Wallfahrten führte mehrfach zu baulichen Veränderungen der Kirche, besonders im 15. Jahrhundert im gotischen Stil: Erweiterung des Chores, Anbau der Sakristei, Deckenmalereien im Chorraum. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde außerdem die Südwand versetzt.

Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche renoviert und bekam ihre barocke Innenausstattung mit Altarwand, Kanzel und Taufstein. Die letzten beiden großen Bauphasen gab es Mitte des 19. Jahrhunderts: Umgestaltung der Inneneinrichtung bis auf Kanzel und Altarwand, Bau der Seitenkapelle; sowie Anfang des 20. Jahrhunderts: Abbau der oberen Empore im Kirchenschiff sowie Anhebung der Prieche, um darunter Sitzplätze zu schaffen. Mit einer umfangreichen Baumaßnahme wurde in den Jahren 2011/2012 der durch Risse im Mauerwerk stark gefährdete Turm der Klosterkirche saniert.

Seit der Reformation ist die Klosterkirche eine evangelisch-lutherische Gemeindekirche. Sie ist Eigentum des von der Klosterkammer Hannover verwalteten Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds und steht der Marien-Petri-Gemeinde zur Verfügung. Daneben wird sie zu verschiedenen Anlässen von den anderen im Kloster Wennigsen beheimateten Gruppen – der Geistlichen Frauengemeinschaft mit den Gästen des Hauses für Stille und Begegnung, dem Johanniter-Orden und den Gästen des Johanniterhauses – genutzt.

Flyer zur Geschichte und zu Besonderheiten der Klosterkirche zum Download:

Willkommen in der Klosterkirche Wennigsen
(pdf 14 MB)